Ab 16. August
bis etwa Weihnachten ist die Parchimer Straße in Mestlin von der
Ampelkreuzung bis zur Kreuzung Goldberger Straße (Landesstraße 16) für
den Verkehr voll gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Goldberger
Straße. Grund sind die Bauarbeiten am Wasserleitungsnetz, Abwasser- und
Schmutzwasserkanal des Storchendorfes. Dies wurde auf einer
Einwohnerversammlung am Donnerstagabend im Kulturhaus bekannt.
Eingeladen hatten der Bürgermeister Uwe Schultze sowie die am Bau
beteiligten Partner wie das Amt Goldberg-Mildenitz, der Wasser- und
Abwasserzweckverband (WAZV) Parchim/Lübz und des
iKL Ingenieurbüros
Kirsch & Leirich. Für die Kunden des Lebensmittelmarktes Wandschneider
wurde bereits eine provisorische Zufahrt direkt von der Landesstraße 15
(Umgehungsstraße) aus errichtet. Ende der
Gesamtmaßnahme ist der Herbst kommenden Jahres. „Dieser enorme Zeitdruck
ist den Fördermitteln geschuldet, die ursprünglich bis zum Jahre 2012
ausgereicht werden sollten. Nun aber muss bis Ende 2011 alles fertig und
abgerechnet sein“, so Heinz Schünemann vom WAZV. Rund 1,88 Millionen
Euro sind bislang veranschlagt, davon sollen 1,5 Millionen gefördert
werden. Für die Gemeinde bleibt ein Eigenanteil von etwa 300 000 Euro.
Was kommt nun an Kosten auf den Bürger, auf den Grundstückseigner zu?
„Jeder Grundstücksbesitzer weiß, was er zu zahlen hat, die Kosten für
Trinkwasser und Abwasser sind bekannt und wurden jedem mitgeteilt. Die
Kosten für den Regenwasserkanal trägt die Gemeinde. Da kommen irgendwann
Kosten für Erhaltung und Betrieb auf einen zu“, so Schünemann.
Bürgermeister Schultze meinte, dass "zu Finanzen derzeit keine Aussagen
getroffen werden."
Weiter war zu erfahren, dass die Parchimer Straße auf 6,5 Meter
ausgebaut wird, dazu ein Gehweg mit einem 1,25 Meter breiten
Betonpflaster. Die Grundstücksanbindungen werden ebenfalls alle
einheitlich mit Betonpflaster versehen, während die Straßen eine
Asphaltdecke erhalten werden. Lediglich der Marx-Engels-Platz und die
Ernst-Thälmann-Straße behalten ihr Steinpflaster. Für einige
Hausbesitzer werden sich die Hauswasseranschlüsse ebenfalls verändern,
„da jedes Grundstück einen eigenen Anschluss erhält. Ausnahmen werden
nur über Notar und Grundbucheinträge geregelt“, so Schünemann.
Die Vertreter des
Planungsbüros iKL Ingenieurbüro Kirsch &
Leirich, die für Mestlin-Ost (Bereich Parchimer Straße in Richtung
Landesstraße 15 Goldberg) zuständig sind, versprachen, dass die
Grundstücke im wesentlichen erreichbar sein werden, lediglich „tageweise
können Sperrungen eintreten, die aber vorher mit jedem Betroffenen
abgesprochen werden“, hieß es. Außerdem können die
Einwohner jeden Dienstag gegen 9 Uhr zu den Bauberatungen
ihre Anliegen direkt vorbringen und mit den Verantwortlichen
vor Ort diskutieren.
Das für Mestlin-West (Bereich der Straßen östlich der Parchimer Straße in
Richtung Groß Niendorf) zuständige Planungsbüro Pöyry ibs GmbH Schwerin
teilte gestern mit, dass am 4. Oktober in den Bereichen Lindenstraße und
Thomas-Müntzer-Straße begonnen werden soll. „Im November ist dann die
Thälmann-Straße dran, alle anderen dann ab etwa März kommenden Jahres“,
so Harry Herrmann. Im Rahmen der Erneuerung der
Wasser- und Abwassernetze werden auch Gehwege und Straßenbeleuchtung
erneuert. Zum Einsatz gelangt moderne, energiesparende LED-Technik.
Die Zeitabläufe in der links stehenden Tabelle sind logischerweise
Planungstermine. Diese können sich, je nach Witterung oder unerwarteter
anderer Ereignisse, logischerweise nach vorne oder nach hinten
verschieben.
Auf Nachfrage hieß es , dass in der Thomas-Müntzer-Straße ein Gehweg
auch biszur Landesstraße 15 und damit in Richtung
der dortigen Gärtnerei gebaut werden soll. Auch
die Verlängerung des Gehweges in der Parchimer Straße bis zur
Ampelkreuzung werde noch einmal geprüft, hieß es aus dem
Amt Goldberg-Mildenitz und des Planungsbüros.
Die Parchimer Straße ist für den Verkehr voll gesperrt.
Die Umleitung wurde eingerichtet und eine Abnahmekommission - bestehend
aus Mitarbeitern des Landkreises, der Polizei, des Straßenbauamtes und
der Baufirma - hat die Prüfung der Verkehrssicherungseinrichtung
vorgenommen und Ergänzungen festgelegt. Außerdem wurde die normale Ampel
an der Kreuzung L15/L16 abgeschaltet und eine Baustellenampel
aufgestellt.
die
Aufstellung der Verkehrsleiteinrichtung wird geprüft - die
Baustellenampel wird vorbereitet - das Protokoll gefertigt
Der
Beton des Gehweges in der Parchimer Straße wird maschinell aufgebrochen.
Allerdings gibt es beim Baustart erste kleine Probleme.
So hat die WEMAG noch nicht mit den Kabelverlegearbeiten
begonnen. Diese hätten Anfang der Woche starten sollen. Man gehe seitens
des Planungsbüros aber davon aus, dass die durchaus knappen Termine
dennoch gehalten werden können. "Man werde auch Sonnabends arbeiten,
wenn es nötig wird", hieß es.
Reaktion auf diese
Geschichte: Die Fußgängerampel inklusive des Anforderungsschalters
am Mast wurde entfernt. Die Bürger können ja nach Meinung des
Bürgermeisters und der Gemeindevertreter die etwa einhundert Meter
entfernte Thomas-Müntzer-Straße nutzen, die im Rahmen der
Bauarbeiten einen Gehweg bekommt und von dort dann die Landesstraße
(die mal Bundesstraße werden soll) überqueren. Einen Fußweg an der
Landesstraße und eine sichere Ampel gibt es allerdings dort auch
nicht...!
Ab kommendem Montag (4. Oktober)
wird die Lindenstraße von der Kreuzung der Parchimer bis zur Kreuzung
der Ernst-Thälmann-Straße voll gesperrt und die Thälmann-Straße wird
zudem zur Sackgasse, befahrbar vom Marx-Engels-Platz aus. Das wurde
unter anderem auf der 2. Einwohnerversammlung im
Mestliner Kulturhaus bekannt. (Siehe
auch Bauablauf)
Eingeladen zu dieser Informationsveranstaltung
hatten der Bürgermeister Uwe Schultze, sowie die am Bau beteiligten
Firmen und das Planungsbüro. Seit 9. August wird im Storchendorf
umfangreich gebuddelt und das Abwasser- und Regenwasserkanalnetz sowie
die Trinkwasserleitung erneuert (SVZ berichtete). Bislang waren die
Bauarbeiten auf den Ostteil Mestlin, die Parchimer Straße begrenzt. Dort
allerdings, so wurde auf der Versammlung informiert, gab es bereits
erste Probleme, die auch zu höheren Kosten führen werden. „Durch die
erhöhten Niederschläge stieg das Grundwasser an. Auf dem schweren
Lehmboden kann das Wasser nicht schnell genug versickern und sammelte
sich in den Kies- und Sandnestern im Bereich des Rohrgrabens extrem“, so
Heinz Schünemann vom Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZV). Vor allem,
so führte er weiter aus, erhoffe man sich, dadurch nicht zu
Bauverzögerungen zu kommen. „Unser Hauptproblem ist die geplante
Fertigstellung im Herbst nächsten Jahres. Schaffen wir das nicht, so
sind Fördermittel in Gefahr“, sagt der Wasserexperte. Zu den zu
erwartenden Kosten für die Einwohner konnte nicht viel gesagt werden.
Zwar hatten vor einem Jahr die Bürger entsprechende Bescheide erhalten,
aber man müsse jetzt erst noch die Verbandssatzung überarbeiten. Das
Oberverwaltungsgericht hatte die bestehende kürzlich Satzung gekippt.
„Was aber genau verändert werden muss, erschließt sich uns noch nicht“,
so Schünemann.
Nach
diesen Erläuterungen wurden die konkreten Maßnahmen der nächsten Monate
erläutert. Dazu lagen – im Gegensatz zur vorherigen Versammlung – Karten
und Zeichnungen aus und die Bürger konnten sich gut informieren. So
erhalten alle Straßen nach den Baumaßnahmen eine Asphaltdecke. Ausnahme
bildet die Ernst-Thälmann-Straße, die aus denkmalschutzrechtlichen
Gründen wieder gepflastert wird. Gehwege werden nur zum Teil saniert.
Die Parchimer- und Sternberger Straße dagegen wird neue Gehwege und eine
neue Straßenbeleuchtung erhalten. „Mehr ist aus finanziellen Gründen
nicht möglich, wir haben kein Geld“; so der Bürgermeister. Er
informierte zusätzlich über Baumaßnahmen in Vimfow und Kadow. So werden
in Vimfow die Landesstraße und zugleich die Regenwasserableitung
erneuert. Gleichzeitig werden die Gehwege saniert. In Kadow verlegt die
WEMAG ihre Energieleitungen unter die Erde und damit muss die
Straßenbeleuchtung, die an den Energiemasten befestigt
ist, erneuert werden. Alle diese Arbeiten werden ebenfalls durch
Fördermittel finanziert, sagte das Gemeindeoberhaupt.
Die umfangreichen Bauarbeiten am Regenwasser- und
Abwasserkanalnetz sowie an der Trinkwasserleitung haben nun auch in der
Lindenstraße begonnen.
Damit sind die Bauarbeiten im Bereich Mestlin-West eingeleitet.
In der
Parchimer Straße kommen die Arbeiten voran. Hier wird der
Abwasserkanal gebaut.
Auf dem rechten Bild sieht man den künftigen Schacht in rund fünf
Metern Tiefe.
Hier der Schacht, der zum Regenwasserkanalnetz führt
Im
Kreuzungsbereich der Landesstraßen 15 und 16 sind die Bauarbeiten soweit
vorangeschritten, dass bereits mit der Fertigstellung der Fahrbahnbeläge
begonnen wurde.
Die Freigabe ist in den nächsten 14 Tagen geplant. Nach dem Auftragen
des Asphalts wird noch die Fahrbahnmarkierung aufgetragen, hieß es aus
dem zuständigen Straßenbauamt. Dann wird auch die Baustellenampel
entfernt und die Kraftfahrer haben in diesem Bereich wieder freie Fahrt.
Gesperrt bleibt allerdings die Einfahrt in die Parchimer Straße.
Kraftfahrer in oder aus Richtung Dabel müssen weiterhin eine Umleitung
innerorts in Kauf nehmen.
Die Kreuzung Fritz-Reuter-Straße / Parchimer
Straße ist erreicht
Die umfangreichen Bauarbeiten in Mestlin kommen voran. In dieser Woche
erreichten die Bauarbeiten die Kreuzung Parchimer
Straße/Fritz-Reuter-Straße. Für diesen Bereich wurde am
15.11.2010 die Befahrbarkeit der Kreuzung aus Richtung der
Fritz-Reuter-Straße gesperrt. Aus Richtung Sternberg und Goldberger
Straße regelt eine Ampel den Verkehr. Diese Sperrung ist zwar notwendig,
wurde aber nicht angekündigt und es fehlt für den Ortsunkundigen eine
Umleitungsstrecke. Diese ist aber dringend notwendig, denn Fremde wissen
nicht, dass man über eine Seitenstraße zur Gartenstraße kommt und dann
wieder die Sternberger Straße erreicht. Sogar Linienbusse mussten kehrt
machen, was nicht so leicht war, da dass Durchfahrtsverbot auch nicht
günstig steht.
Die Parchimer Straße ähnelt derzeit einer Mondlandschaft
Die
Winterpause und damit der Frost und der Schnee sind vorbei, das
Wetter lässt den Fortgang der wichtigen Sanierungsarbeiten am
Wasser- und Abwasserkanalnetz in der Parchimer Straße wieder
zu.
So gehen die Arbeiten an der Kreuzung Parchimer Straße /
Marx-Engels-Platz (Bilder oben) weiter und am Gehweg wird
ebenfalls weiter gebaut. Auf dem linken Bild sind die Arbeiter
dabei, die Pflasterung fort zu führen.
...und in der Parchimer Straße geht es weiter. Die
Bordsteine für Fahrbahnkante und Gehweg werden gesetzt.
hier an der Ecke zum Marx-Engels-Platz... ...und hier im Bereich der
Hausnummern 5 und 7
Die Bauarbeiten am Wasser-, Schmutzwasser-, und
Regenwasserkanalnetz in Mestlin haben jetzt einen wichtigen
Teilabschnitt erreicht. Am Donnerstag (17.03.2011)
wurde in der Parchimer Straße nach den Tiefbauarbeiten die neue
Tragschicht für die Fahrbahn aufgetragen. Einen Tag
später haben die Bauarbeiter die Binderschicht aufgebracht. „Die
abschließende Deckschicht kommt erst später dran“, so die Bauarbeiter.
Wie Bürgermeister Uwe Schultze auf Nachfrage sagte, soll ab Dienstag der
Verkehr zwischen Dabel und Herzberg dann wieder durch die Parchimer
Straße fließen und die monatelange Umleitung damit entfallen. Da aber
die Gesamtarbeiten an diesem Vorhaben noch nicht beendet sind, diese
dauern noch bis Herbst, werden nun Umleitungen für die Nebenstraße
folgen.
Parchimer Straße jetzt frei -
Goldberger Straße jetzt gesperrt
Seit heute ist die Parchimer
Straße in Mestlin wieder für den Verkehr freigegeben. Allerdings ist der
Bereich der Sternberger Straße ab der Kreuzung
Goldberger/Fritz-Reuter-Straße halbseitig gesperrt und wird per Ampeln
geregelt. Gesperrt ist dafür ab sofort die Goldberger Straße.
Insgesamt sind die Bauarbeiten ein wenig im Verzug. Eigentlich sollten
diese seit dem 21. März auch in der Fritz-Reuter-Straße begonnen worden
sein, jedoch ist dies, wie das Bauamt im Amt Mildenitz gestern auf
Anfrage bestätigte, auf den 2. Mai verschoben worden. In diesen Tagen
beginne man in der Thomas-Müntzer-Straße in Richtung Lindenstraße.
Insgesamt sei man zwar in Terminverzug, „der frühe und lange Winter war
so nicht eingeplant. Aber die beteiligten Baufirmen wollen das wieder
aufholen“, hieß es auf Nachfrage.
Eine Information an die Einwohner über den veränderten Bauablauf
erfolgte offiziell nicht. Für die Anwohner der Fritz-Reuter-Straße wird
am 20. April um 19 Uhr eine zusätzliche Einwohnerversammlung
durchgeführt, damit dann dort offene Fragen geklärt werden können.
Auf einer Einwohnerversammlung für
die Bewohner der Fritz-Reuter-Straße wurde bekannt gegeben, dass der
Baustart nun für den 16. Mai vorgesehen ist. Damit sind die Termine 21.
März 2011 und 02. Mai 2011 hinfällig. Nötig wurde diese Veränderung
durch die Verschiebung des Bauablaufes insgesamt. Es wurden noch einmal
der geplante Bauablauf erläutert und über die Grundstücksprobleme
geredet, da die Vorgärten in der Fritz-Reuter-Straße nicht zu den
Privatgrundstücken zählen, sondern der Gemeinde gehören.
Hagelschauer ging in Mestlin
runter - Baugrube unter Wasser
Ein kleines Unwetter ging an
diesem Sonntag über Mestlin herunter. Starkregen mit bis zu zehn
Liter je Quadratmeter und kräftige Hagelschauer mit Körnern bis zu
zwei Zentimeter Größe gingen in kurzer Zeit über Mestlin
nieder.
Die Baugrube in der Fritz-Reuter-Straße vor dem Hause Nummer 4
wurde kurzzeitig unter Wasser gesetzt.
Bauablauf am Beispiel in der
Fritz-Reuter-Straße
(siehe auch:
SVZ vom
22. Juli 2011)
Auf den folgenden Fotos zeigen wir
den Ablauf des Baugeschehens am Beispiel der Baustelle in der
Fritz-Reuter-Straße. Hier sind Mitarbeiter der
Goldberger Firma STURM & NEUMANN ROHRLEITUNGSBAU GMBHbeteiligt.
Am 24. Mai ist der
Kreuzungsbereich Fritz-Reuter-Straße / Marx-Engels-Platz mit dem Setzen
von zwei Kanalschächten soweit fertig,
dass nun die Arbeiten in der Fritz-Reuter-Straße weiter voranschreiten
können.
Als erstes greift
der Bagger das Kopfsteinpflaster auf...
...und dann die Lehmschicht
Hier fällt dem
aufmerksamen Beobachter auf, dass die Straßen, zumindest in diesem
Bereich, einst deutlich tiefer lagen.
Etwa 40 bis stellenweise sogar 60 Zentimeter tiefer muss die
Straße früher verlaufen sein. Alte, kleinere Pflastersteine zeugen
davon. Scheinbar wurden die Borde für die heutige Straße auf den
damals existierenden Landweg aufgesetzt und so die Fahrbahn um die
genannten Zentimeter angehoben.
In diesem
Zusammenhang ist es auch nötig, einmal den unbekannten
Bauarbeitern in den fünfziger Jahren den Dank zu zollen, die mit
Muskelkraft in vier bis sechs Metern Tiefe die alten Leitungen in
den Lehmboden bauten. Angesichts heutiger, moderner Technik kann
man symbolisch nur den Hut ziehen vor der Leistung unserer
Vorgänger.
Der Anschluss des Abwasserrohres an das bereits
installierte Netz wird in 4,30 Metern Tiefe vorbereitet und die
Muffe zur Verbindung der beiden Rohre (rechtes Bild) ausgepackt.
Mit Hilfe moderner Technik, wie hier der
Laser,
wird der Neigungswinkel exakt bestimmt. Er gibt das
Gefälle,
in diesem Fall 0,5 Millimeter auf einem Meter, vor.
Die Schaufel ist ein ideales Hilfsmittel.
Das sechs Meter lange Abwasserrohr mit einem
Durchmesser von 160 Millimetern wird hinab gelassen...
...und mit Hilfe
der Muffe mit dem bestehenden Leitungssystem verbunden.
Dies erfolgt durch elektrisches verschweißen. Ein Strichcode wird
per Computer erfasst und dadurch
wird das Material erkannt und an Hand der Temperatur und der
Dickewandigkeit des Rohres die Schweißzeit errechnet.
An dieser Stelle
wird mit einem Bohrer und einer Fräse ein Loch in das Abwasserrohr
geschnitten,
um einen Abzweig setzen zu können.
Auf dem linken Bild
wird ein neues Rohr, für den Abzweiger zum Hausanschluss
vorbereitet und
rechts wird es mit dem Hauptstrang verbunden
...und nun wird der Hausanschluss für das Grundstück
gefertigt
hier die
Vorbereitung des 90 Grad-Bogens, der auf das senkrechte Rohr
geschweißt wird...
...dann wird das
waagerechte Rohr in den Bogen gesteckt und der Hausanschluss ist
fertig.
Einen Tag später, am 25. Mai, wird die Regenwasserleitung in knapp
2.90 Meter Tiefe gesetzt. Der Boden wird noch einmal verdichtet
und dann folgt das Betonrohr. Um ein sauberes Verbinden des neues
Betonrohres mit der bereits fertig gestellten Leitung zu
verbinden, wird es gereinigt und mit einem Gleitmittel versehen.
Das neue Betonrohr
mit 40 Zentimeter Durchmesser schwebt ein, dazu noch ein prüfender
Blick ins Rohr für den Fotografen
Auch das neue 2,50 Meter lange Betonrohr wird mit Schmiermittel
versehen und folgt die Verbindung mit der bereits fertigen
Leitung.
Es wird Kies geschüttet...
..und dann verdichtet...
zu guter Letzt wird wieder Kies, eine Frostschutzschicht
und Schotter aufgebracht und der nächste Abschnitt folgt...
Nach nur 24 Stunden ist dieser Teil der Strecke beendet.
Es geht um dieses Verkehrsverbot für
Lastkraftwagen Die Polizei muss schlichten
Anwohner der Gartenstraße diskutieren mit Bürgermeister Uwe
Schultze (l.)
Baustellenstress eskaliert in Mestlin
10. Juni 2011| 22:05 Uhr
| von Michael-Günther
Bölsche,
SVZ vom 11.06.2011
MESTLIN - Polizeieinsatz in
Mestlin: Von der chaotischen Dauerbaustelle im Ort genervte Bürger
blockierten gestern spontan eine Anwohnerstraße, durch die trotz Verbot
immer wieder schwere Baustellen-Lkw rumpeln. Jetzt müssen die Anwohner
mit einer Anzeige wegen Nötigung rechnen. Pikant: Der Bürgermeister hat
den Baufirmen die Durchfahrt erlaubt.
Weil die erst vor einigen Jahren gebaute und mit teuren
Anliegerbeiträgen finanzierte Straße von den 22-Tonnern beschädigt
werden könnte, handelten die Anlieger gestern, nachdem sie wochenlang
vergeblich das Gespräch mit ihrem Bürgermeister gesucht hatten. Mit
ihren Privatautos versperrten sie die Gartenstraße. "Wir haben unser
Auto quer auf die Fahrbahn gestellt. Wir wehren uns auf diese Weise
gegen die andauernde Verletzung des bestehenden Durchfahrtsverbotes für
Lastkraftwagen in unserer Straße", sagten Betroffene vor Ort. Im Zuge
der umfangreichen Sanierung des Wasser- und Abwassernetzes wird die
Gartenstraße genutzt, um die Transporte zwischen den Baugruben und den
Zwischenlagern abzuwickeln. Bürgermeister Uwe Schultze bestätigte, dass
er den Bauarbeitern gestattet habe, "vorübergehend die Straße zu nutzen,
um zusätzliche Kosten für die Baufirmen zu sparen".
Hanna und Hans-Joachim Klatt und weitere Anwohner sind sich einig: "Ein
Bürgermeister kann nicht einfach Verkehrsschilder außer Kraft setzen".
Dies bestätigte gestern auch Manfred Borchert, Mitarbeiter der
kreislichen Baubehörde. Auch auf den wöchentlichen Bauberatungen sei
dieses Thema nicht erörtert worden.
Gestern nun musste die Polizei schlichten. Die Situation drohte zu
eskalieren. "Auch wenn die Lkw-Fahrer das Schild missachten, so haben
die Bürger nicht das Recht Selbstjustiz zu üben", sagt Bürgermeister
Schultze. Aus diesem Grunde hat die Polizei gegen eine der Familien eine
Strafanzeige wegen Nötigung aufgenommen. Eine Anzeige der Familie gegen
den Lkw-Fahrer werde geprüft, das sei aber nur eine Ordnungswidrigkeit,
hieß es.
Der Baubetrieb muss nun ein zusätzliches Fahrzeug bereitstellen und "um
das halbe Dorf fahren". Diese Kosten werden den Gesamtetat negativ
beeinträchtigen, was man nicht gewollt habe, so der Bürgermeister. Die
betroffenen Anwohner sehen die Mehrkosten nicht als erwähnenswert an und
kritisieren vor allem die mangelnde Kommunikation zwischen dem
Bürgermeister und den Beteiligten.
Die Lindenstraße erhält am 16. Juni als eine der ersten Straße die neue
Asphaltdecke. Sie besteht im Gegensatz zu Bundesstraßen nur aus der acht
Zentimeter dicken Tragschicht und einer vier Zentimeter dicken
Deckschicht.
Damit haben die Anwohner der Lindenstraße den größten Baustress hinter
sich und dürfen sich über die neue Fahrbahn freuen. "Hoffentlich wird
hier nun nicht gerast", hoffen einige.
Nun erfolgen noch einige Arbeiten am Gehweg.
Nichts geht mehr, die Straßen
stehen unter Wasser. Der Dauerregen, der zum Teil sehr stark
fiel, hat auch die Bauarbeiten am Wasser-, Schmutzwasser-, und
Regenwasserkanalnetz in Mestlin teilweise zum Erliegen gebracht. „Da ist das
Arbeiten unmöglich“, hieß es und die Baufahrzeuge mussten wieder
abrücken.
Die Landesstraße 16 zwischen Parchim und Sternberg ist im Bereich von
Mestlin ab dem morgigen Sonnabend 07 Uhr bis zum Sonntag 14 Uhr für den
gesamten Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Dies bestätigte auf Anfrage das
Straßenbauamt Schwerin. Der Grund ist die Fertigstellung der Fahrbahn in
der Parchimer und Sternberger Straße. Die Umleitung für den Verkehr ist
sehr weiträumig geplant und führt ab der Ampelkreuzung Mestlin in Richtung
Sternberg über die Landesstraße 15 nach Goldberg und weiter über die B 192
über Dobbertin und Dabel nach Sternberg bzw. umgekehrt.
Beide Straßen sind seit Monaten nur bedingt passierbar, da im Zuge der
Sanierungsarbeiten am Wasser-, Schmutzwasser-, und Regenwasserkanalnetz im
Ortsnetz auch hier diverse Arbeiten nötig waren. Gestern und heute wurden
und werden die Tragschicht, sowie die Binderschicht aufgetragen. Am
Wochenende soll dann die Deckschicht als letzte aufgetragen werden. Damit
sind die Arbeiten an der Fahrbahn beendet und der Verkehr kann wieder
ungehindert zwischen Parchim und Sternberg fließen. Die Gesamtarbeiten an
der Sanierung im Storchendorf sollen bis zum Herbst abgeschlossen sein.
Die Mitarbeiter der Wessiner Firma Gala Bau Klünder
wissen nicht, wie viel Steine sie in den vergangenen Wochen in der
Mestliner Ernst-Thälmann-Straße verlegt haben. „Es sind 1520 Quadratmeter,
da die Steine aber sehr unterschiedlich sind, könnte man die Anzahl nur
schätzen“, meinten sie. Auf jeden Fall werden sie bis Mittwoch dieser
Woche fertig und dann wäre nach der MTS-, Sternberger- und Parchimer
Straße eine weitere Straße fahrbahnseitig fertig. Weitere Arbeiten sind
aber noch in den Rand- und Fußgängerbereichen notwendig.
Während die anderen Straßen eine Asphaltdecke erhalten haben, wurde die
Thälmannstraße mit Granit-Großpflaster versehen. Diese Steine werden in
Brechsand gesetzt, das ist ein Sand-Splitgemisch und garantiert eine
bessere Standfestigkeit. Dass diese Straße ihr Kopfsteinpflaster behält,
ist dem Denkmalschutz geschuldet. Denn sie gehört zum Ensemble des
Marx-Engels-Platzes.
Während in der Fritz-Reuter-Straße
die Bordsteine und die Gosse gesetzt werden, wird in einem
Teil der Goldberger Straße (bis zum Pastor) bereits die Tragschicht des
Asphalts aufgebracht.
Die Fritz-Reuter-Straße wird
"gehobelt", das heißt, dass die künftige Fahrbahn auf eine Höhe gebracht
wird. Dazu kommt ein Gräder zum Einsatz. Computergestützt wird die
Schotterschicht auf eine einheitliche Höhe gebracht. Erst dann werden die
Trag- und die Deckschicht aus Asphalt aufgetragen.
Heute
rückten sie an, die schweren Baumaschinen der Schweriner Tief- und
Straßenbau GmbH. Ihr Auftrag ist die Asphaltierung der
Fritz-Reuter-Straße. „Auf rund 420 Metern Fahrbahnlänge wird die
Tragschicht aufgetragen. Das sind pro Quadratmeter etwa 300 Kilogramm“,
berichtet Klaus Rieck von der Goldberger Firma Sturm & Neumann GmbH, die
in diesem Bauabschnitt für die Sanierung am Wasser-, Schmutzwasser-, und
Regenwasserkanalnetz verantwortlich zeichnet.
Die Tragschicht –
eine Dicke von acht Zentimetern – wird in der kompletten Breite von 5.20
Metern aufgetragen. Die Maschine - sie fährt maximal drei
km/h - bringt den etwa 180 Grad heißen Asphalt
computergesteuert auf die Fahrbahn und dieser wird zu 97 Prozent vorverdichtet. Anschließend verdichten zwei große Walzen mit 2,5 bzw. 11
Tonnen Gewicht den Asphalt.
Mit 2,5
(linkes Bild) bzw. mit elf Tonnen Gewicht wird der frische Asphalt
gewalzt, also verdichtet.
Nachdem der Asphalt aufgetragen wurde,
sind Goldberger Mitarbeiter sofort dabei, die Kanalschächte wieder
freizulegen. Sie erhöhen diese, um einen weiteren Ring, der auch den
Deckel beinhalten wird. Danach folgt das Auftragen der Deckschicht, die
vier Zentimeter beträgt.
Noch am Abend soll
die Fahrbahn soweit hergestellt sein, dass nun in den nächsten Tagen und
Wochen die „Restarbeiten“ folgen. Dazu gehören unter anderem die
Fertigstellung der Gehwege und auch die Anpassung der Kanalschächte und
weitere Arbeiten.
Somit kann der Erntefestumzug am 10.
September 2011 auch durch die Fritz-Reuter-Straße führen.
Bilder vom Erntefest: hier
Die Borde für den Gehweg auf der Anwohnerseite werden gesetzt.
Damit erhalten die Anwohner doch noch einen neuen Gehweg nach den
umfangreichen Bauarbeiten. Der alte war nicht zuletzt auch durch
diese Bauarbeiten stark in Mitleidenschaft gezogen worden.
Auch die Kanalschächte werden nach der Asphaltierung der
Fahrbahn nun an die neue, endgültige Höhe angeglichen. Nachdem der Ring
mittels Hydraulik angehoben wurde und die neue Höhe hat, wird der
entstandene Zwischenraum mit einer schnell bindenden Betonmischung
gefüllt. Damit kein Beton in den Schacht fällt, wird dazu ein mit Luft
gefüllter Ballon in den Schacht gesteckt. Dann wird der flüssige Beton
eingefüllt und wenige Minuten später ist dieser hart und der Ballon kann
entfernt werden. Nach wenigen Stunden ist dieser Schacht wieder voll
belastbar.
Auf der Gemeindevertretersitzung am
27. September 2011 (siehe auch hier)
berichtete Bürgermeister Uwe Schultze über die ersten Bauabnahmen. So
wurde ein Teil der Lindenstraße, die Parchimer Straße 3 - 7 und die
Ernst-Thälmann-Straße abgenommen. Etwaige Mängel und Hinweise wurden
protokolliert.
Auch die Anwohner haben ihre Flächen schmuck gestaltet und geben - wie
hier in der Lindenstraße - jetzt ein schmuckes Straßenbild ab.
Neue Straßenlaternen auch in der
Fritz-Reuter- und Goldberger Straße
Nicht nur in der Goldberger Straße
(rechtes Bild), sondern auch in der Fritz-Reuter-Straße wurden neue
Straßenlampen installiert, die nun für mehr Sicherheit in den Abend- und
Nachtstunden sorgen. Anfangs waren in der Fritz-Reuter-Straße keine neuen
Lampen geplant, nun klappte es doch noch.
Zur Erinnerung: So sah es noch vor wenigen Monaten in der
Fritz-Reuter-Straße aus...